Ausschnitt_Gerstenaehre.jpg, 9,8kB

Essen zwischen Genuss und Verantwortung – Von ökologischem Landbau und fairem Handel

Was erwarten Sie von einer anständigen Ernährung? Dass es gut schmeckt, ganz klar. Eine große Auswahl an verschiedenen Lebensmitteln. Qualitativ hochwertig. Gesund soll es natürlich auch sein. Und vor allem preiswert!

Wir können uns wahrlich nicht beklagen. Deutschland ist Weltmeister im Erfinden immer neuer Brotsorten, der Konkurrenzkampf im Einzelhandel sorgt für ständig fallende Preise und die Nahrungsmittelindustrie arbeitet permanent daran, den Gesundheitswert ihrer Produkte zu optimieren.

Doch wie ist es möglich, dass man einen Liter Milch für nur 49 Cent erwerben kann? Bauer, Molkerei, Großhändler, Einzelhändler, Verpackungs- und Transportunternehmen, Werbeagenturen... sie alle arbeiten daran mit, die Milchflasche ins Ladenregal zu bringen. Und sie alle wollen ihren Anteil.

Umwelt schädigende Produktionsmethoden, der Abbau von Arbeitsplätzen, die unwürdige Haltung von Nutztieren, miserable Lebensbedingungen in Entwicklungsländern und schlechte Nahrungsmittelqualität – das sind die Rahmenbedingungen, die derart niedrige Preise ermöglichen. Diese Verhältnisse sind auf kurze Sicht lukrativ und scheinbar unbedenklich. Langfristig jedoch hinterlassen sie irreversible Umweltschäden und zerstören unser soziales Gefüge.

Ökologische Landwirtschaft und fairer Handel heißen die Alternativen. Sie haben in Deutschland einen Marktanteil von ca. 2 Prozent und es sind vor allem die höheren Preise, die die Menschen vom Kauf ökologisch hergestellter und fair gehandelter Lebensmittel abhalten. Wie kommen diese Preise zustande? Was habe ich davon, wenn ich diese Produkte kaufe? Ein Einblick in die Funktionsweisen des ökologischen Landbaus und des fairen Handels.